Universal-

 löschfahrzeug

(ULF)

 

"FALCON"

 

Mit dem "Falcon" wollte der österreichische Feuerwehr-gerätehersteller Rosenbauer Mitte der 1980er Jahre eine neue Fahrzeuggeneration für kommunale Feuerwehren schaffen. Man wollte weg von LKW-Fahrgestellen, die vom Fließband kamen und auf die dann irgendwie ein Feuerwehraufbau "geschneidert" wurde. Ziel sollte u.a. ein niedrigerer Schwerpunkt, ein verbessertes Fahrverhalten und die ergonomischere Entnahme schwerer Geräte sein.

 

Das Fahrgestell der Falcon-Serie stammte von Titan, der Motor von Daimler Benz und der Aufbau einschließlich Kabine von Rosenbauer.

 

Das Konzept floppte aber und die Produktion wurde schnell wieder eingestellt.

 

Insgesamt drei "Falcon" wurden nach Deutschland verkauft. Neben dem ULF für Frankfurt wurden zwei Tanklöschfahrzeuge auf Falcon-Basis nach Offenbach und Düren geliefert.

 

Zuerst erhielt die Berufs-feuerwehr Frankfurt a.M. ein Universallöschfahrzeug (ULF) mit den Löschmitteln Wasser, Schaum, Pulver und Halon. Das Fahrzeug ersetzte im Löschzug der Feuerwache 1 in der Hanauer Landstraße das TroTLF 16 ("TROWA") und lief daher auch unter der Bezeichnung TROWA.

Nach der Außerdienst-stellung im Löschzug kam das Fahrzeug zunächst auf der Feuerwache Messe zum Einsatz, bevor es als "Wasserspielmobil" an die Stadtjugendfeuerwehr abgegeben wurde. Bei der JF wurden alle Einbauten der Geräteräume sowie zum Teil die Sitze ausgebaut und diverse Veränderungen und Umbauten zum Transport der Wasserspiele vorgenommen.

 

Im Februar 2009 wurde der Falcon zum ersten Museumsobjekt des neu gegründeten Museums der Frankfurter Feuerwehr. Das Fahrzeug war u.a. mit massiven Schäden an der Bremsanlage nicht mehr fahrbereit, die Pumpe fehlte und die Geräteräume waren völlig leer.

 

Mit Unterstützung der Firma Rosenbauer, der Firma Falken Tyre sowie der KFZ-Werkstatt der Frankfurter Feuerwehr ist es dem FGMV e.V. gelungen, das Fahrzeug wieder auf die Straße zu bringen. Nach und nach arbeitet man daran, den ursprünglichen Zustand des Falcon weitmöglichst wieder herzustellen.

 

Wer sich genauer über die Geschichte des Falcon informieren möchte, kann weitere interessante Details in der "Museums-Depesche", Ausgabe 3, nachlesen.

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